Soloreise Südkorea – Tag 1

Soloreise Südkorea – Tag 1

Anreise nach Frankfurt und ein erster Vorgeschmack auf Korea

Wie schon bei meiner Japanreise im November 2024 entschied ich mich auch dieses Mal, bereits einen Tag vor dem Abflug nach Frankfurt zu reisen. Mein Flug nach Südkorea sollte am nächsten Morgen starten, und um möglichen Stress durch eine verspätete Anreise zu vermeiden, hatte ich erneut ein Hotel in der Nähe des Frankfurter Flughafens gebucht. Die Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass selbst ein zusätzlicher Puffertag keine Garantie für eine völlig reibungslose Bahnfahrt ist.

Deutsche Bahn und spontane Planänderungen

Eigentlich war die Anreise denkbar einfach geplant: Mit dem Regionalexpress nach Osnabrück, dort in einen ICE umsteigen und ohne weitere Zwischenhalte bis zum Frankfurter Flughafen fahren. Doch schon der erste Abschnitt verlief nicht ganz nach Plan. Der Regionalexpress sammelte rund eine halbe Stunde Verspätung ein, wodurch mein Zeitpuffer für den Umstieg deutlich schrumpfte.

Während der Fahrt kündigte die DB-App bereits an, dass sich auch mein ICE verspäten würde. Aus einigen Minuten wurden immer mehr, und schließlich stand ich vor der Entscheidung: Sollte ich auf den ursprünglich gebuchten Zug mit Sitzplatzreservierung warten oder lieber auf eine alternative Verbindung ausweichen?

Kurz vor der Abfahrt eines Ersatzzuges entschied ich mich für die zweite Option. Kaum hatte ich den Zug betreten, erschien auf meinem Smartphone die Bestätigung, dass mein ursprünglicher ICE komplett ausfiel. Die spontane Planänderung erwies sich also als die richtige Entscheidung.

Über den Hauptbahnhof Essen und einen weiteren ICE erreichte ich schließlich den Frankfurter Flughafen – etwa eine Stunde später als ursprünglich geplant. Für die Verhältnisse der Deutschen Bahn bewegte sich die Verspätung damit noch im überschaubaren Rahmen. Trotzdem frage ich mich inzwischen, warum ich bei längeren Reisen überhaupt noch Sitzplatzreservierungen buche. Gefühlt endet jede zweite Fahrt damit, dass ich im Nachhinein eine Erstattung beantragen darf.

Koreanisches Abendessen in Flughafennähe

Vom Fernbahnhof waren es nur wenige Minuten zu Fuß bis zu meinem Hotel. Nach dem Check-in zog es mich jedoch direkt wieder nach draußen, denn nur wenige Gehminuten entfernt befand sich ein koreanischer Foodtruck. Passender hätte der Abend vor meiner Südkorea-Reise kaum beginnen können.

Meine Wahl fiel auf Korean Fried Chicken – und das erwies sich als Volltreffer. Das Essen schmeckte hervorragend und machte direkt Lust auf die kommenden zwei Wochen. Während ich aß, kam ich mit dem Besitzer ins Gespräch, der selbst aus Südkorea stammt. Als ich erwähnte, dass ich unter anderem die historische Stadt Gyeongju besuchen würde, erzählte er mir, dass seine Eltern und Großeltern ursprünglich von dort stammen.

Außerdem gab er mir noch einen kulinarischen Tipp für einen späteren Reiseabschnitt: In Jeonju solle ich unbedingt Bibimbap probieren, ein Gericht, für das die Stadt in ganz Südkorea bekannt ist. Das deckte sich mit meinen bisherigen Recherchen und bestätigte meinen Plan, mich dort ausgiebig durch die regionale Küche zu probieren.

Die Ruhe vor dem Abflug

Nach dem Abendessen deckte ich mich noch in einem nahegelegenen Supermarkt mit ein paar Kleinigkeiten für den nächsten Morgen ein. Den restlichen Abend verbrachte ich im Hotel und bereitete mich auf den bevorstehenden Flug vor.

Damit endete der erste Reisetag deutlich ruhiger als die Anreise begonnen hatte. Die größte Hürde des Tages war geschafft, und schon am nächsten Morgen würde das eigentliche Abenteuer beginnen: mein Flug nach Südkorea.

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