Soloreise Südkorea – Tag 10

Soloreise Südkorea – Tag 10

Busan X the Sky, Gwangalli Beach und Marine City

Nach den langen Tagen zuvor konnte ich heute endlich ausschlafen – und genau das hatte ich dringend nötig. Für den Tag hatte ich mir bewusst nicht allzu viel vorgenommen. Das eigentliche Highlight sollte erst am Abend stattfinden: ein Besuch des Busan X the Sky Observation Decks, von dem aus man aus über 100 Stockwerken Höhe auf den berühmten Haeundae Beach blicken kann.

Bis zum Sonnenuntergang blieb also mehr als genug Zeit.

Ein entspannter Start in den Tag

Den Morgen begann ich mit dem Hotelfrühstück. Begeistert war ich davon allerdings nicht. Ähnlich hatte ich es bereits am Ende meiner Japanreise erlebt, als ich ebenfalls in einem Hotel der Kette Toyoko Inn übernachtet hatte. Tatsächlich erinnerte mich nicht nur das Frühstück daran – auch mein Zimmer sah nahezu identisch zu dem aus, das ich damals in Tokio bewohnt hatte.

Nach dem Frühstück machte ich mich auf den Weg zum Busan Central Bus Terminal. Die Fahrt dauerte fast eine Stunde, doch ich hatte keinen Zeitdruck und nutzte die Gelegenheit, noch etwas mehr von Busan kennenzulernen.

Ein Ticket für die nächste Etappe

Mein Ziel war denkbar simpel: Ich wollte mir bereits das Busticket für die Weiterfahrt nach Jeonju am Dienstag sichern.

Zwar hätte ich das Ticket auch online über einen Drittanbieter buchen können, aber der kleine Ausflug bot mir einen guten Vorwand, weitere Teile der Stadt zu erkunden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich hauptsächlich rund um Haeundae Beach und Gwangalli Beach bewegt.

Während der Bahnfahrt wurde mir erneut bewusst, wie riesig Busan eigentlich ist. Viele Entfernungen wirken auf der Karte zunächst überschaubar, entpuppen sich vor Ort jedoch schnell als längere Reise durch verschiedene Stadtteile.

Am Busbahnhof angekommen, kaufte ich mein Ticket problemlos am Automaten und setzte meine kleine Stadterkundung fort.

Durch die Straßen von Seomyeon

Mein nächster Halt war Seomyeon, eines der lebendigsten Viertel Busans.

Dort angekommen schlenderte ich eine Weile durch die belebten Straßen, vorbei an zahllosen Geschäften, Einkaufszentren und Street-Food-Ständen. Überall herrschte reges Treiben, und die Atmosphäre unterschied sich deutlich von den eher touristisch geprägten Küstenvierteln.

Zwischendurch gönnte ich mir eine Kleinigkeit zum Mittagessen und holte mir anschließend einen Kaffee zum Mitnehmen.

Mit dem Becher in der Hand zog ich noch eine Weile durch den riesigen Lotte Department Store. Das Kaufhaus wirkte fast wie eine eigene kleine Stadt mit unzähligen Geschäften auf mehreren Etagen. Nach einiger Zeit hatte ich jedoch genug gesehen und machte mich wieder auf den Rückweg.

Die bislang besten Ramen der Reise

Zurück in der Nähe meines Hotels ruhte ich mich zunächst etwas aus, bevor ich mich am Abend erneut auf den Weg machte.

Vor dem Besuch des Observation Decks wollte ich noch etwas essen. Meine Wahl fiel auf das Ramen-Restaurant Ryusenso Main Store.

Dort bestellte ich Tonkotsu Ramen – und diese Entscheidung sollte sich als Volltreffer herausstellen.

Die Brühe war unglaublich aromatisch, intensiv und gleichzeitig angenehm ausgewogen. Rückblickend gehörte diese Schüssel Ramen definitiv zu den besten, die ich bisher gegessen habe. Allein dafür hätte sich der Besuch schon gelohnt.

Hoch über Busan

Gestärkt machte ich mich anschließend zu Fuß auf den Weg zum Busan X the Sky Gebäude.

Der Spaziergang führte etwa eine halbe Stunde entlang der Strandpromenade von Haeundae Beach. Schon unterwegs boten sich immer wieder schöne Ausblicke auf die Küste und die Hochhäuser entlang des Strandes.

Am Observation Deck angekommen, kaufte ich mein Ticket und fuhr direkt mit dem Aufzug in den 100. Stock.

Zu meiner Überraschung war trotz des Sonntags erstaunlich wenig los. Dadurch konnte ich mich in Ruhe auf den verschiedenen Ebenen umsehen und nach geeigneten Fotospots suchen.

Die Aussichtsplattform erstreckt sich über mehrere Stockwerke, die durch Treppen miteinander verbunden sind. Nach einiger Zeit fand ich schließlich ein Fenster mit einer vielversprechenden Perspektive auf Haeundae Beach und die Hochhäuser von Marine City.

Dort richtete ich mein Stativ ein und wartete darauf, dass die Sonne langsam hinter der Skyline verschwand.

Mit Lens Skirt und Stativ bewaffnet machte ich zahlreiche Aufnahmen, während sich die Stadt unter mir allmählich in ein Meer aus Lichtern verwandelte.

Ganz zufrieden war ich allerdings nicht. Die Fensterscheiben waren deutlich schmutziger, als ich es von vergleichbaren Aussichtsplattformen gewohnt war. Viele Aufnahmen werden deshalb zu Hause noch etwas Nachbearbeitung benötigen.

Trotzdem gelangen einige Bilder, mit denen ich zufrieden war.

Auf der Suche nach dem perfekten Blick auf Marine City

Nach Einbruch der Dunkelheit verließ ich das Observation Deck wieder und machte mich auf den Weg zu meinem nächsten Fotospot.

Diesmal führte mich der Weg etwa vierzig Minuten entlang der Küste in Richtung Dongbaek Park. Dort hatte ich im Internet eine Perspektive entdeckt, von der aus sich die Hochhäuser von Marine City im Wasser spiegeln sollten.

Vor Ort baute ich erneut mein Stativ auf und experimentierte eine ganze Weile mit verschiedenen Bildausschnitten.

Die Ergebnisse konnten mich allerdings nicht wirklich überzeugen.

Ein Problem war, dass ich von meiner Position aus deutlich weniger Wasser im Bild hatte als erwartet. Gleichzeitig wurde mir erneut bewusst, dass mein aktuelles Objektiv für viele dieser Stadtlandschaften einfach nicht weitwinklig genug ist.

Mit maximal 17 Millimetern an APS-C – also ungefähr 25 Millimetern im Vollformat – stoße ich immer häufiger an Grenzen. Gerade bei Architektur- und Stadtaufnahmen wünsche ich mir inzwischen regelmäßig ein echtes Ultraweitwinkelobjektiv.

Irgendwann wird wohl ein 10–18-mm-Objektiv oder etwas Vergleichbares in meiner Fototasche landen.

Zusätzlich entdeckte ich noch einen zweiten Fotospot, den ich bereits aus dem Internet kannte und der vielversprechend aussah. Leider war der Bereich mittlerweile durch einen Zaun abgesperrt, sodass ich ihn nicht erreichen konnte.

Nach einigen weiteren Versuchen beschloss ich schließlich, es für diesen Abend gut sein zu lassen.

Früh ins Bett – zumindest der Plan

Da ich am nächsten Morgen bereits sehr früh aufstehen musste, machte ich mich auf den Rückweg.

Im Convenience Store neben dem Hotel besorgte ich mir noch ein einfaches Abendessen sowie gleichzeitig etwas Frühstück für den nächsten Tag. Anschließend ging es aufs Zimmer.

Dort stellte ich den Wecker auf 4 Uhr morgens.

Ein Blick auf den Wecker machte mir noch einmal bewusst, dass die kommende Nacht ziemlich kurz werden würde. Dennoch war die Vorfreude auf den nächsten Tag groß.

Gegen 23 Uhr legte ich mich schließlich ins Bett – in der Hoffnung, zumindest ein paar Stunden Schlaf zu bekommen.

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